Zur Geschichte der Hanse

 

Um 1400 hatten sich etwa 100 Städte zu einem Städtebund, der Hanse, zusammengeschlossen. Die Kaufleute dieser Städte wollten sich helfen und gemeinsam handeln gegen die mächtigen Fürsten, gegen die Seeräuber und bei ihren Handelsbeziehungen im Ausland.

Die Hansestädte in Mecklenburg und Vorpommern hatten schon um 1350 ihre Blütezeit. An der Spitze standenRostock, Wismar, Stralsund, Greifswald und Wolgast.

Ihre Handelswege führten nach Skandinavien, Rußland und Westeuropa. Auf den Hansekoggen transportierten sie die unterschiedlichsten Waren, z.B. Getreide, Fische, vor allem Hering, Butter, Tuche und Salz.

In einem berühmten Spruch der Hansezeit heißt es :

„ Lübeck ein Kaufhaus, Köln ein Weinhaus, Braunschweig ein Honighaus, Danzig ein Kornhaus, Magdeburg ein Backhaus, Rostock ein Malzhaus."

Am Ende des 16. Jh. brauten 250 Brauer in Rostock 250 000 Tonnen Bier im Jahr.

Die reichen Kaufleute ließen sich prächtige Häuser im Stil der Backsteingotik bauen.

 

Sie kleideten sich prächtig in der Mode des Mittelalters.

Außerdem wurde schon 1419 in Rostock die Universität gegründet. Auch daran hatten die Kaufleute der Hansestadt besonderen Anteil.

 

 

Für den Niedergang dieses mächtigen Städtebundes gibt es mehrere Gründe. So wurden neue Seewege entdeckt, z.B. durch Kolumbus nach Amerika. Damit verlagerte sich der Schwerpunkt des Handels nach Westen. Auch der Dreißigjährige Krieg (1618 - 1648) mit seinen furchtbaren Folgen war dafür eine Ursache.

Deshalb sank auch die Zahl der stolzen Hansekoggen aus Rostock. Im Jahre 1636 befuhren noch 126 Schiffe die Meere. 1712 waren es nur noch 31 Schiffe.

Die bedeutende Zeit der Hanse war vorbei.

 

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