Der Robin Hood der Ostsee

 

Wer war Klaus Störtebeker ?

 

Die Geschichte der Seeräuber, auch Vitalienbrüder oder Likedeeler (Gleichteiler) genannt, ist eng mit dem Namen von Klaus Störtebeker verbunden. Er gelt als ihr kluger und starker Anführer. Von ihm wird gesagt, daß er einen Teil der Beute gerecht an arme Leute verteilte. Man vermutet, daß er 1370 in Ruschwitz (Insel Rügen) geboren wurde.

Auch sein Name gibt Rätsel auf. Vielleicht ist er vom Plattdeutschen ,,Stürz den Becher" abgeleitet worden und erinnert für immer an ihn als einen standfesten Trinker.

Standhaft bleib er auch unmittelbar vor seinem Tod. Schließlich war Störtebeker doch bei seinen Karperzügen besiegt. Die Legende sagt, daß ein Verräter das Steuerruder seines Schiffes mit Blei ausgegossen haben soll. So wurde er mit seinen Kameraden gefangen und in Hamburg zum Tode verurteilt.

 

In der Gelbensander Forst, einem Teilstück der Rostocker Heide, nur wenige hundert Meter östlich des dort gelegenen Jagdschlosses befindet sich ein kreisrunder Hügel -ein sogenannter frühdeutscher Burghügel. Er trägt den Namen Wallberg oder Störtebekerberg.

Im Frühling des Jahres 1391 kam es im Ribnitzer Bodden zu einer Seeschlacht zwischen der hansischen Flotte und dänischen Kriegsschiffen. Zu den dänischen Seelandsknechten gehörte auch Klaus Störtebeker und Godeke Michels. Als die Dänen die Schlacht verloren, flüchteten einige Seeräuber in den Gelbensander Forst und wählten den Burghügel als Versteck. Deshalb wird der Hügel noch heute Störtebekerberg genannt.

Die Seeräuber als ernste Gefahr für die Hanseschiffahrt

 

In den letzten Jahrzehnten des 14.Jhd. gefährdeten die Seeräuber, auch Vitalienbrüder genannt, besonders die Handelsschiffe der Hanse. Ihr Anführer Klaus Störtebeker wurde 1401 in Hamburg hingerichtet. Damit war die gefährliche Bedrohung durch die Seeräuber endgültig gebannt.

Die Seeräuber wurden auch Vitalienbrüder oder Likedeeler ( Gleichteiler ) genannt. Die Hansestädte Rostock und Wismar hatten diese Seeräuber einmal selbst gerufen, um sie in ihrem Kampf gegen Dänemark zu unterstützen, das zum Teil Schweden erobert hatte.

Von Ribnitz sollte dieser Kampf geführt werden. Aber bald wandten diese Seeräuber sich gegen die Handelsschiffe der Hansestädte und eroberten unermäßliche Schätze.

Das Ende von Störtebeker

Zwei Kaufleute namens Hermann Lange und Nikolaus Schoke haben für diesen Einsatz 57 Pfund aus der Kasse der Kämmerei bekommen. Die Schlacht fand vor Helgoland statt. Störtebeker lauerte den Kaufleuten mit ihrer Flotte dort auf, weil der Handelsweg der Hamburger nach England führte. Störtebeker wurde geschlagen, weil die Kaufleute eine größere Flotte hatten und den Überraschungsmoment beim Angriff nutzten. Störtebekers Schiff haben die Kaufleute in einzelnen Teilen verkauft. Für den Verkauf der Maste haben die Kaufleute 16 Pfund bekommen.

Als die 30 Vitalienbrüder geköpft worden waren, warf man die Leichen in eine für sie ausgehobene Grube. Die Köpfe stellte man aufgepfählt am Ufer der Elbe zur Schau. Die Hinrichtung fand am 21. Oktober 1400 in Hamburg auf dem Grasbrook statt.

 

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